Schaufensterumgestaltung

Irgendwie tat es mir ja leid, die Halloweendeko abzubauen, aber es ist doch schon bald Mitte November. Vorallem fand ich es schade, weil einige Kinder und auch Erwachsene sehr viel Spaß am Halloweenthema hatten. Aber was muss, das muss.

Als ich beim Ausräumen war, hatte sich ein Kind ans Fenster geschlichen und mich erschreckt. Das stand einfach da, hat mich angelächelt und gewinkt. Wenn man gerade sehr konzentriert versucht alle Spinnweben mit dem Staubsauger einzufangen, kann einen das schon mal zusammenzucken lassen, wenn da plötzlich eine Bewegung im Augenwinkel wahrgenommen wird. Zumal es draussen schon dunkel war. Aber wer kann schon böse sein, wenn man so nett angelächelt wird.

Eigentlich wollte ich das Schaufenster wieder herbstlich dekorieren. Ein sanfter Übergang zur baldigen Weihnachtsdeko sollte es werden. Pustekuchen! Während ich beim Ausräumen war, kam mir die Idee! Also Plan über den Haufen geworfen und gib ihm. Selten hatte ich so viel Freude am Dekorieren.

Das Motto sollte „Dinovember“ werden. Sagt dir nix? Dann versuch ich es mal zu erklären.
Der Begriff Dinovember setzt sich aus den Worten Dinosaurier und November zusammen. Zurück geht diese Wortschöpfung auf Susan und Refe Tuma. Die beiden fingen im November 2012 an mit Spielzeugdinos lustige Szenen darzustellen und ihre vier Kinder zu überraschen. Mittlerweile folgen viele Eltern auf der ganzen Welt diesem Beispiel und lassen im elften Monat des Jahres die Spielzeuge ihrer Kinder nachts zum Leben erwachen.

Meistens bau ich in meinen Schaufensterszenen irgendwelche versteckten Dinge ein. Eine Ratte, die hinter einer Kiste hervorschaut oder der Grinch, der grimmig unterm Weihnachtsbaum sitzt. Ich liebe es, wenn nicht alles auf den ersten Blick sichtbar ist und man sich mit etwas länger beschäftigen kann oder erst beim dritten Vorbeigehen auffällt. Und ich mag Dinosaurier. Da musste ich die Gelegenheit einfach nutzen.
Also tobt in den nächsten Wochen ein Rudel Dinosaurier im Schaufenster herum und stellen allen möglichen Blödsinn an.

Der Velociraptor hat sich das Leckerliglas geklaut!
Keine Sorge, es sind noch genug Leckerlis da und außer Reichweite.

Als ich dann fast fertig war, ging ich noch schnell nach hinten um etwas zu holen. Wie ich wieder vorne war, stand die Türe offen und Paul meinte „Dein Schaufenster hat schon einen Fan!“ Ich sah erst zwei Leute, die davor standen und dachte sie hatten nach dem Grund für die Dinosaurier gefragt und fanden die Idee toll. Dann sah ich ihn. Treue Knopfaugen, feuchte Nase und ein Fell zum Hineinknuddeln. Den musste ich einfach streicheln.
Im Gespräch fand ich dann heraus, dass Oskar einfach vor dem Fenster stehen blieb, den Stoffhund anstarrte und nicht weitergehen wollte. So hatte ich zumindest Zeit ihn zu knuddeln. Klar gab es für so herzigen Besuch auch welche von den selbstgemachten Leckerlis.
Und vielleicht kommt Oskar am Samstag beim Minishooting vorbei. Ich hab ihm jedenfalls von der Leckerli-Flatrate während der Shootings erzählt.

Ich glaub, ich hatte selten so viel Spaß beim Schaufenster dekorieren.

Besonders heuer freut es mich total, wenn Groß und Klein beim Schaufenster stehen bleiben und lächeln. Manche gehen sogar extra zurück, um sich die Szene genauer anzusehen. Auch das ein oder andere Foto wurde schon gemacht.

Susan und Refe Tuma zu ihrer Idee des Dinovembers
„In einer Zeit, in der die Antworten auf alle Fragen der Welt nur einen Klick entfernt sind, wollten wir, dass unsere Kinder etwas Geheimnisvolles erleben. Wir wollten, dass unsere Kinder ihren Sinn für Wunder und ihre Vorstellungskraft nicht verlieren.“